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40 Gewinnerinnen beim Jubiläumsgewinnspiel

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Wir gratulieren allen Gewinnerinnen!


Der Wettbewerb "40 Tage - 40 Gewinner" ist nun entschieden. Wir gratulieren den Gewinnerinnen und bedanken uns bei allen, die mitgemacht haben!

Hier die Namen der Gewinnerinnen:
Angela Martin-Fuggmann
Ines Gollner
Trudhild Daase
Kathi Zähle
Tanja Beinstingl
Esther Maria Krall
Sonja Ellmauthaler
Eva Köck-Eripek
Silvia Graf
Kaethi Fischer
Regula Leibundgut
Christine Bütler-Wiomer
Helga Böttner
Brigitta Würsch
Patricia Kertes
Ingeborg Obermoser
Cornelia Jung
Geneviève Forclaz
Barbara Knorr
Birgit Schwaner
Ulrike Bellemann
Nina Sünder
Magret Stuber
Erika Kanelutti-Chilas
Liane Weißenbert
Franciane Equery
Helen Lang
Wilma Taibl
Sabine Schmidt
Anna-Marget Baumgartner
Vroni Wüthrich-Furler
Edith Schauer
Monika Keck
Susanne Schneider
Dorothea Prischl
Karin Soos
Barbara Wengelski-Krusche
Renate Krämer
Esther Nwachinemelu
Niki Eder



40 Gewinnerinnen beim Jubiläumsgewinnspiel
Wer hat gewonnen?
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Mode muss Spaß machen Vorschaubild

Bei uns ist immer etwas los! Hier finden Sie die aktuellen Termine:
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Handgeschöpfte Karten im Konzeptladen Frankfurt

Wann? 01 - 24. Dezember
Wo? Konzeptladen Frankfurt, Kaiserstraße 5a
Schön und nachhaltig – im Konzeptladen Frankfurt können Sie stimmungsvolle Karten kaufen, die von der Sozialen Manufaktur des DRK aus früheren Gudrun-Katalogen geschöpft wurden.

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Überraschungstüten im Outlet Zirndorf

Wann? 08. - 24. Dezember
Wo? Outlet Zirndorf, Fürther Straße 33
Es gibt sie wieder … die beliebten Überraschungstüten für nur 35 €! Diese beinhalten 3 Artikel aus früheren Kollektionen und sind vom Umtausch ausgeschlossen.
Nur solange der Vorrat reicht, also schnell zugreifen!

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3. Adventswochenende in den Konzeptläden

Wann? 09/10. Dezember
Wo? In unseren Konzeptläden und im Outlet Zirndorf
Genießen Sie das vorweihnachtliche Flair in unseren Konzeptläden und freuen Sie sich auf viele kleine Überraschungen – tolle Rabatte inklusive!

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Luciafest in den Konzeptläden (nicht im Outlet Zirndorf)

Wann? 13. Dezember
Wo? In unseren Konzeptläden (nicht im Outlet-Zirndorf)
Feiern Sie mit uns das skandinavische Luciafest! Es erwarten Sie köstlicher Punsch, leckere Knabbereien und ein kleines Geschenk – nur solange der Vorrat reicht.

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Lange Einkaufsnacht im Konzeptladen Stuttgart

Wann? 17. Dezember
Wo? Konzeptladen Stuttgart, Nadlerstraße 21
Shoppen Sie ganz entspannt von 10 bis 22 Uhr in unserem Konzeptladen Stuttgart – und freuen Sie sich auf 10 % Rabatt!

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Verkaufsoffener Sonntag im Konzeptladen Berlin

Wann? 18. Dezember
Wo? Konzeptladen Berlin, Markgrafenstraße 32
Genießen Sie Ihren Sonntag und gönnen Sie sich einen entspannten Einkaufsbummel im Konzeptladen Berlin. Wir haben von 13 bis 18 Uhr für Sie geöffnet und verwöhnen Sie mit 10 % Rabatt auf Ihren Einkauf.

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Heiligabend in den Konzeptläden (10–13 Uhr geöffnet)

Wann? 24. Dezember
Wo? In unseren Konzeptläden und im Outlet Zirndorf
Fehlt Ihnen noch ein Geschenk für Ihre Liebsten? Mit einem Gudrun-Einkaufsgutschein liegen Sie genau richtig – diese erhalten Sie heute
mit 10 % Rabatt.

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Silvester in den Konzeptläden (10–13 Uhr geöffnet)

Wann? 31. Dezember
Wo? In unseren Konzeptläden und im Outlet Zirndorf
Prosit Neujahr – stoßen Sie mit uns auf ein farbstarkes 2017 an!

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Jubiläumswochenende in den Konzeptläden

40 Jahre voller Farben und Muster –
das war das Motto unseres Jubiläumswochenendes in den Konzeptläden. Unsere fleißigen Ladenmädels hatten alles wunderbar vorbereitet: Es gab 40 % Rabatt auf ein Lieblingsteil, Getränke und leckeren Jubiläumskuchen. Außerdem konnte sich die Kunden fotografieren lassen und das Ergebnis gleich mitnehmen. Wir Ihr seht, hatten alle jede Menge Spaß :-)

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Jubiläumswochenende in den Konzeptläden
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40. Jubiläum Botschafterinnen Videos

40. Jubiläum Botschafterinnen Videos
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Leone – Hinter den Kulissen

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Leone Steckbrief

Hinter den Kulissen von Gudruns farbstarker Welt!

Alles begann vor einem Jahr. Damals begab ich mich leicht nervös in die Altstadt von Stockholm, um bei einem Shooting für Gudrun Sjödén mitzumachen. Schriftstellerinnen, Journalistinnen und Künstlerinnen aus der ganzen Welt waren geladen, um für einen Tag Fotomodel zu spielen. Und ich war eine von ihnen! In einem lichtdurchfluteten Studio mit Blick auf das Wasser durfte ich mit dem Gudrun-Team und den anderen Models tanzen nd lachen. Was für ein herrlicher Tag!

Jetzt, ein Jahr später, wurde ich gefragt, ob ich als Kreative, Autorin und Stylistin für Gudrun Sjödén tätig sein möchte – als Vollzeitmitarbeiterin. Ich nehme Sie mit und führe Sie hinter die Kulissen von Gudruns Welt! Sie werden mich zu interessanten Shootings begleiten und sind dabei, wenn Gudrun ihrer Kreativität freien Lauf lässt. Sie erleben, wie sie ihre schönen Muster entwirft und wie ihre übersprudelnden Ideen dann in Produktion gehen. Außerdem werde ich jede Menge Stylingtipps für Sie bereithalten und spannende Menschen für Sie interviewen. Und ich werde Ihnen viele farbstarke Frauen, interessante Kundinnen und all die tollen Mitarbeiter von Gudrun vorstellen – ob sie nun designen, im Lager tätig sind oder im Laden verkaufen. Selbstverständlich werden Sie auch Gudrun höchstpersönlich begleiten.

Also kommen Sie mit hinter die Kulissen von Gudruns farbstarker Welt!

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Vintage-Shooting trotz strömenden Regens

Vom Wetter lassen wir uns nicht aufhalten!
Für einen Tag war ein Shooting im Freien angesetzt, um die Herbstmode und einige Vintage-Modelle aus früheren Gudrun-Kollektionen zu fotografieren. Ich hatte die Aufgabe, mich in Gudruns umfangreiches Archiv zu begeben und die Vintage-Teile zu sichten (ich liebe ja Vintage, daher war das ein kleiner wahrgewordener Traum).
Am Tag des Shootings dann stürmte es nicht nur, sondern goss auch noch in Strömen. Aber wir bissen die Zähne zusammen, zogen Regenkleidung über, schützten die Vintage-Modelle mit Folie und machten uns auf den Weg in den Betontunnel, der unsere Location an diesem Tag sein sollte. Hier wollten wir fotografieren!
Den Spiegel lehnten wir an die Betonwand, und der graue Tunnel bildete die perfekte Kulisse.
Es machte ungeheuren Spaß, Gudruns Vintage-Mode zu präsentieren, sie passt einfach wunderbar zu den neuen Kollektionen. Wussten Sie eigentlich, dass Sie nicht mehr getragene Gudrun-Modestücke in den Konzeptläden abgeben können? Hier finden Sie auch jede Menge Vintage-Modelle aus früheren Gudrun-Kollektionen, darunter einige echte Traumteile! Wir tun der Umwelt etwas Gutes – und freuen uns über eine einzigartige Schnäppchenecke (findet zumindest ein Flohmarktfan wie ich).

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Gudrun-Nostalgie – wunderbare Kindermode!
Beim Stöbern habe ich etwas ganz Tolles gefunden: Gudrun Sjödéns Kindermode, ein Hauch Nostalgie aus den 90er-Jahren.
Seit Gudrun vor 40 Jahren ihr Unternehmen gründete, hat sie Zuhause-Kollektionen, Damenmode sowie Kleidung für Herren und Kinder entworfen. Heute designt sie Modestücke für farbstarke Frauen, Unisex-Teile und Schönes fürs Zuhause – und auch Kindermodelle finden sich hin und wieder unter ihren Entwürfen. Was meinen Sie: Sollte es künftig mehr Kinderkollektionen geben?

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Leone – Hinter den Kulissen
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Modenschau im Stockholmer Kulturhuset

Unsere Jubiläumsausstellung „40 Jahre voller Farben und Design“ im Stockholmer Kulturhuset wurde mit einer farbstarken Modenschau eingeweiht, die in Zusam-menarbeit mit dem Modestylisten Robert Rydberg entstand. Die farbenprächtig ge-kleideten Gäste genossen einen fröhlichen Abend voller interessanter Begegnungen und Gespräche. Auf dem Laufsteg trafen Gudruns Winterneuheiten auf wunder-schöne Wintermodelle früherer Kollektionen. Was für ein Fest! Lassen Sie sich die Jubiläumsausstellung im Kulturhuset in Stockholm nicht entgehen – sie läuft noch bis zum
16. Oktober. Die wunderbare Modenschau können Sie sich hier anschauen: 

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Modenschau im Stockholmer Kulturhuset
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Farbstarkes Fotoshooting

Der Startschuss der Feierlichkeiten anlässlich von Gudrun Sjödéns „40 Jahren voller Farben und Design“ am 6. Oktober wurde in allen Läden gebührend gefeiert – unter anderem mit köstlichen Torten. In Gudruns allererstem Laden in der Regeringsgatan in Stockholm stand zudem eine Fotoaktion auf dem Programm. Schauen Sie sich alle farbenfrohen Kundinnen an! Wir danken allen, die dabei waren und sich ablichten ließen – die Welt kann gar nicht genug farbstarke Frauen haben! Jetzt feiern wir noch weitere 40 Tage!

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Birgitta Kellén Nilsson - Ewa Algeson

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Jasmine Waara - Louise Hartmann

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Margaretha Leidberg - Sonja Palmqvist

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Liv Margolius and Karin Magnusson - Kerstin Slåneteg

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Elisabet Antila - Christina Hansson

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Kersin Rönström - Ingeborg Klose Åkesson

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Ulla Bab Rydbeck - Kristina Johansson

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Karin Heroff - Ingela Edbom

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Elisabeth Svärd and Irene Söderberg - Helen Bergsman

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Kaisu Sönnergren - Margareta Hellsten and Margaretha Ramberg

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Yvonne Holmberg - Inger Norinder

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Susanne Pekkari
Farbstarkes Fotoshooting
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GUDRUN UND DIE KUNST

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Weihnachten á la Frida Kahlo

Auch heute noch verzaubert Frida Kahlo Alt und Jung mit ihren farbstarken Stillleben und Selbstporträts. Bei uns stand die berühmte Künstlerin Pate für die diesjährige Weihnachtskollektion, sodass wir zum Fest der Liebe jetzt den Blumen einen wohlverdienten Platz einräumen.

Mit Blüten im Haar, farbstarker Kleidung und ernstem Blick unter markanten Augenbrauen schaut sie uns von ihren
Gemälden an. Viele fragen sich, warum die mexikanische
Künstlerin Frida Kahlo so viele Selbstporträts schuf, schließlich verewigte sich die Malerin auf 50 ihrer insgesamt 150 Werke selbst.

Manche meinen, sie wollte damit die Schmerzen verbergen, unter denen sie fast ihr ganzes Leben lang litt, während andere glauben, dass sie lange vor unserer Selfie-geprägten Zeit
verstand, wie wichtig es ist, gesehen zu werden. Aber vielleicht war es auch nur so, dass sie mithilfe ihrer selbst, ihres Stils und ihrer Kleidung das Zeitalter dokumentierte, in dem sie lebte.

Frida Kahlo wurde 1907 geboren und wuchs in einer
Mittelklassefamilie auf, die vor den Toren Mexico Citys lebte.
Ihr Vater, ein Fotograf, war eine große Inspirationsquelle für sie und weckte ihr Interesse an der Kunst. Im Alter von 18 Jahren wurde sie Opfer eines Busunglücks und so schwer verletzt, dass dies ihr weiteres Leben und ihr Künstlertum wesentlich prägte, denn während ihrer Rekonvaleszenz begann sie zu malen.

Kurze Zeit später begegnete sie dem Murales-Maler Diego Rivera, der ihr Talent erkannte und förderte. Im Jahr 1929
heiratete das Paar und zog in die Casa Azul – das blaue Haus, das inzwischen das Museo Frida Kahlo beherbergt.

Wer das Museum besucht, erhält einen Einblick in ihre
Lebensumstände. Hier findet man ihr Bett mit dem hellblauen Himmel, Möbel, Zeichnungen, diverse Utensilien und all die Gipskorsetts, die sie tragen musste, üppig dekoriert mit
rankendem Blattwerk.

Inzwischen wird auch Fridas Kleiderschrank den Besuchern nicht länger vorenthalten. Er wurde 2004 erstmals geöffnet, da Diego Rivera veranlasst hatte, dass er nach ihrem Tod versiegelt werden sollte. 50 Jahre lang war er der Welt verborgen
geblieben, doch inzwischen dürfen wir also die farbstarken
Kleidungsstücke in Fuchsie, Purpur und Grün bewundern, die wir bereits aus ihrer Kunst kennen.

Frida Kahlo trug gerne lange, weite Röcke, die reich mit Spitzen dekoriert waren, und darüber traditionell bestickte Blusen oder Tuniken. Die farbstarke Kleidung wurde zu Fridas
Markenzeichen. Die Künstlerin kombinierte frisch drauflos und kreierte damit einen ganz eigenen Stil. Als sie nach New York kam, erregte sie mit ihrem ungewöhnlichen Aussehen und ihren traditionellen mexikanischen Tehuana-Kostümen jede Menge Aufmerksamkeit.

Auch wenn ihre Werke heute alles Mögliche zieren, von Kühlschrankmagneten bis hin zu Sneakers, scheint die Welt ihrer Kunst einfach nicht müde zu werden. Denn Frida Kahlo ist einfach zeitlos – und auch noch lange nach ihrem Tod eine Ikone auf der ganzen Welt.
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Santa Fe

WINTER KOLLEKTION - SANTA FE
Georgia O‘Keeffe

Gudrun Sjödéns Mode ist häufig von der Kunst inspiriert, und diesen Herbst entführt uns die Kollektion in die sinnliche Welt Georgia O‘Keeffes und die Landschaft um ihre Ghost Ranch in New Mexico. Wenn man sich mit dem Leben dieser eigenwilligen Künstlerin beschäftigt, spürt man eine starke Faszination und Inspiration.

Ihre großformatigen Gemälde von Rosen, Iris und Prunkwinden in sanften Farben nehmen Anleihen bei der Fotokunst ihrer Epoche und sind weithin bekannt. Auch wenn seit Georgia O‘Keeffes künstlerischen Anfängen ein Jahrhundert vergangen ist, inspiriert und fasziniert sie uns noch immer.

Dabei hat sie sich nicht allein mit ihren sinnlichen, weichen Bildern von Blumen und abstrakten Landschaften einen Namen gemacht, sondern gilt auch vielen immer noch als Vorbild – sowohl als Künstlerin wie auch als selbstbestimmte Frau. Ihr geradliniger, schnörkelloser Kleidungsstil wirkt noch heute zeitlos und modern.

Seinen Anfang nahm dies alles mit Alfred Stieglitz. Der Fotograf war eine der Kultfiguren im New York seiner Zeit und hatte das erklärte Ziel, die moderne Fotografie als Kunstform zu etablieren. In seiner Galerie präsentierte er mehrere Avantgarde-Künstler, und als ihm 1916 eine Bekannte eine Reihe abstrakter Kohlezeichnungen zur Ansicht brachte, wollte er diese sogleich ausstellen.

Die Zeichnungen stammten von der damals 29-jährigen Kunstlehrerin Georgia O‘Keeffe. Als sie Stieglitz kennenlernte, entwickelte sich zwischen den beiden rasch eine intensive Liebesbeziehung, und so war das Paar bald eine bekannte Größe in der New Yorker Gesellschaft – auch dank Stieglitz‘ Fotografien von Georgia O‘Keeffe. Einmal hochgeschlossen in weißer Bluse und schwarzem Blazer, einmal fast nackt zeigen diese Porträts die gegensätzlichen Gesichter der Malerin und trugen so dazu bei, dass Georgia O‘Keeffe eine große Faszination auf die Menschen ausübte.

Um die erotischen Interpretationen, die sich um sie und ihre Werke rankten, zu entkräften, wandte sie sich immer mehr dem Gegenständlichen zu: Neben Bildern von New Yorker Wolkenkratzern entstanden unter anderem auch die monumentalen Blumengemälde, an die heutzutage wohl jeder zuerst denkt, wenn er den Namen Georgia O’Keeffe hört.

Als ihr das gesellschaftliche Leben in New York allmählich zu eng wurde, reiste sie immer häufiger und länger in die unberührte Landschaft New Mexicos, wo sie sich ein Zimmer auf einer Ranch nahm. Später, kurz vor dem Tode Alfred Stieglitz’ im Jahr 1945, erwarb sie diese Ranch für einen Kaufpreis von 10 Dollar, und im Jahr darauf war sie die erste Frau, die im Museum of Modern Art in New York eine eigene Ausstellung bekam.

Auf der Ghost Ranch verbrachte Georgia O’Keeffe den Rest ihres Lebens. In der wilden Natur, die wir aus zahlreichen Filmen kennen, fühlte sie sich zu Hause. Sie verewigte die grafische Felslandschaft, Blumen und Tierschädel und renovierte gleichzeitig über 10 Jahre lang ihr Zuhause in ihrem ureigenen schlichten Stil.

Heute gilt sie als eine der größten Künstlerinnen des vergangenen Jahrhunderts, deren Werk auch Einflüsse von Ellsworth Kelly, Wassily Kandinsky und der Schwedin Hilma af Klint widerspiegelt. Für Georgia O‘Keeffe waren Formen eine Art der Kommunikation; mit ihnen konnte sie ausdrücken, was sich mit Worten nicht sagen lässt. Dass sie ihr ganzes Leben lang auf so unvergleichliche Weise mit Farben und Formen experimentierte, macht sie zu einem Vorbild für uns alle.
GUDRUN UND DIE KUNST
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      Das Tagebuch von Gudruns Freundinnen

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      Johanna Kvist

      Ich heiße Johanna Kvist und lade Sie ein, mich einige Tage lang in Burma zu begleiten. Seit 2013 bin ich für mehrere Zivilgesellschaftsorganisationen tätig, lebe heute in Stockholm und arbeite als Informationschefin für das Schwedische Burma-Komitee.
      Im August 2015 wandte sich das Kommunikationsteam von Gudrun Sjödén an mich. Da in Burma das Fotoshooting für die Sommerkollektion 2016 – Colours of Burma stattfinden sollte, hatte man nicht nur viele Fragen zum Land, sondern auch den Wunsch, sich für die dortige Bevölkerung einsetzen. Aus unserer Kooperation ergaben sich zum einen diese Tagebucheinträge, zum anderen eine Broschüre über Burmas Geschichte, den Kampf für die Demokratie und seine Zukunft. 
      Im Herbst 2015 und Anfang 2016 absolvierte ich zwei Praktika bei der Schwedischen Friedens- und Schiedsvereinigung in Burma. Dort unterstützte ich die Kooperationsorganisationen der Vereinigung bei ihrem Einsatz für die Gleichberechtigung. Die hier veröffentlichten Beiträge geben einen kleinen Einblick in meine Aktivitäten und Erlebnisse im Herbst und basieren auf meinen persönlichen Tagebuchnotizen.
      Da die Tagebucheinträge meine Gedanken und Erlebnisse beschreiben, bin ich allein für den Inhalt verantwortlich.

      Johanna Kvist, Stockholm im April 2016


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      Burmas historische Wahl

      Am Freitag, dem 6. November 2015, landete ich in Burma, nur zwei Tage vor der Wahl. So viele hatten sich eine freie Wahl erhofft und natürlich auch, dass das seit den 1960er-Jahren herrschende Militärregime abgewählt werden würde.
      Am Wahlsonntag, dem 8. November, bummelte ich durch Rangun und warf einen Blick in mehrere Wahllokale. Gegen 11 Uhr war es recht ruhig, es gab keine langen Schlangen, und die Menschen, die aus den Wahllokalen kamen, machten einen fröhlichen Eindruck. Einige fotografierten sich gegenseitig vor dem Eingang.
      Als die Wahllokale um 16 Uhr schlossen, versammelten sich die Anhänger der NLD vor deren Hauptsitz in Rangun. Da ich unbedingt die Stimmung miterleben wollte, begab ich mich ebenfalls dorthin. Die birmanische Volksbewegung und der Glaube, dass ein neues Burma entstehen kann, sind unglaublich inspirierend. Es wurden Reden gehalten, verschiedene Filme gezeigt, Parteilieder gespielt, und das Publikum sang mit. Jedes Mal, wenn eine Stimme für die NLD gezählt wurde, brach Jubel aus.
      Aung San Suu Kyis Partei, die National League for Democracy, errang einen Erdrutschsieg und erhielt die absolute Mehrheit in den beiden Kammern des Parlaments. Nun bleibt abzuwarten, wie die aktuelle Regierung mit dem Wahlergebnis umgehen wird. Was auch passiert – das Volk zeigte deutlich, dass es eine Veränderung will.


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      Mein erster Tag im Büro in Rangun

      Dieses Mal war ich also in Burma, um mein Praktikum bei der Schwedischen Friedens- und Schiedsvereinigung und ihren Kooperationsorganisationen zu absolvieren. Meine Aufgabe war es, als Beraterin in Geschlechterfragen die birmanischen Organisationen bei ihrer Arbeit für die Gleichberechtigung zu unterstützen. Dass ich mich gemeinsam mit den Graswurzelorganisationen in Burma für Gleichberechtigungsfragen engagieren darf, ist unglaublich spannend und eine große Herausforderung. Es ist ein überaus wichtiger Auftrag, da ich davon überzeugt bin, dass Frieden und Demokratie im Land nur möglich sind, wenn wir für Gleichberechtigung sorgen.
      Ich sollte mit den Organisationen vor allem Schulungen und Workshops über Menschenrechte veranstalten und dabei den Schwerpunkt auf die Geschlechterfrage und die Gleichberechtigung legen. Eine gute Ausbildung wirkt für mich in beide Richtungen, was bedeutet, dass ich mir die Wünsche und Gedanken der Teilnehmer genau anhöre. Ich will wissen, worüber sie mehr lernen und diskutieren möchten. Mir ist wichtig, dass ich ihnen nichts aufdrücke oder ihnen meine persönlichen Ansichten zur Gleichberechtigung präsentiere. Ich lege Wert darauf, dass wir ins Gespräch kommen und dass dabei eigene Gedanken geweckt werden.


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      In Kalemyo

      Die Kooperationsorganisationen der Schwedischen Friedens- und Schiedsvereinigung sind an mehreren Orten im Land zu finden, unter anderem in der Stadt Kalemyo in der Sagaing-Region, meiner aktuellen Ausgangsbasis. Während meines Aufenthalts soll ich auch in den Bundesstaat Chin reisen, in dem ebenfalls Kooperationsorganisationen ansässig sind.
      Mein erster Eindruck von Kalemyo: Es ist wesentlich kleiner als Rangun (Burmas größte Stadt mit etwa fünf Millionen Einwohnern) und erlaubt dank seiner angenehmen Größe, dass man sich mit dem Fahrrad einfach zwischen den Organisationen bewegen kann.
      In der letzten Regenzeit war Kalemyo stark von Überschwemmungen betroffen, und bei einem Besuch des Feldbüros der wichtigsten Kooperationsorganisation der Friedensvereinigung erfuhren wir, welche Gebiete am stärksten heimgesucht wurden. Ganze Dörfer wurden weggespült, und viele leben nun in Zeltlagern und warten darauf, dass neue Häuser gebaut werden. Dies führte auch dazu, dass viele ihre Einkommensquelle verloren – die Landwirtschaft ist weit verbreitet, und Anpflanzungen und Nutztiere fielen ebenfalls den Fluten zum Opfer.


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      In den Bergen

      Einige der Kooperationsorganisationen sind im Bundesstaat Chin ansässig, der an der Grenze zu Indien liegt. Von Kalemyo aus fuhren wir an steilen Hängen entlang nach oben, und ich war zunächst gar nicht erbaut von dieser Fahrt. Doch mit der Zeit schwand meine Angst, ich wurde lockerer und genoss die fantastische Aussicht über die Berge, die sich mir darbot.
      Auf dieser Reise traf ich vier Frauen des Dawn Action On Womenʼs Network, die in vier verschiedenen Orten bzw. Dörfern im Bundesstaat Chin und in der Sagaing-Region arbeiten. Zwei Tage lang führten wir unglaublich spannende Diskussionen über Gender- und Gleichberechtigungsfragen und setzten den Fokus dabei auf die Entwicklung von Methoden, um diese Themen der örtlichen Bevölkerung nahezubringen.


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      Zu Hause in Kalemyo

      Kalemyo fühlte sich langsam wie mein Zuhause an: Ich besuchte immer wieder dieselben Restaurants, war Stammgast bei einem kleinen Kiosk, und hielt mit allen möglichen Leuten einen Schwatz. Als ich aus dem Bundesstaat Chin zurückkehrte, nahm ich die Arbeit mit einer Jugendorganisation auf, die sich für Landesrechte einsetzt und in den Dörfern um Kalemyo Seminare zur Geschlechterfrage veranstaltet.
      Ich leitete einen dreitägigen Workshop zum Thema Menschenrechte und Geschlechterrollen und lernte dabei erneut sicher mehr als die Teilnehmer selbst. Wir führten viele ausgiebige und interessante Diskussionen über die Menschenrechte und wie man vorgehen sollte, um diese Rechte in Burma zu etablieren.
      Wir einigten uns darauf, dass Wissen auch Verantwortung bedeutet und dass die Teilnehmer jetzt, mit ihrem neu erworbenen Wissen über die Menschenrechte, diese Informationen auch verbreiten sollten. Denn wenn die Menschen nicht wissen, dass sie Rechte haben, allein weil sie Menschen sind, werden diese Rechte niemals beachtet werden.


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      Gewalt gegen Mädchen und Frauen stoppen

      Gemeinsam mit dem Team der Frauenorganisation Dawn kehrte ich im Dezember zurück in den Norden des Bundesstaats Chin, um Workshops über Gewalt gegen Frauen zu halten. Wir besuchten insgesamt fünf Orte, und an jedem Workshop nahmen über 100 Personen teil. Die harte Arbeit, die das Dawn-Team auf der Reise leistete, machte großen Eindruck auf mich.
      Wir trafen viele tolle Menschen, mit denen wir uns austauschten: über ihre Erfahrungen zum Thema Gewalt in engen sozialen Beziehungen, über Gleichberechtigung, warum sie so wichtig ist und wie wir sie gemeinsam erreichen können.
      Auf unserer Reise machten wir auch einen mehrtägigen Stopp bei der Mutter des Leiters der wichtigsten Kooperationsorganisation der Friedensvereinigung. Dass die Familie uns an ihrem Alltag teilhaben ließ, war ein besonderes Erlebnis, und ich war vor allem berührt von der Herzlichkeit, mit der mich die Familie aufnahm. Obwohl wir nicht miteinander kommunizieren konnten, fühlte es sich an, als ob wir einander verstünden.
      Als wir wieder aufbrachen, war mir schwer ums Herz. Es war mein schlimmster Abschied auf der ganzen Reise, da ich nicht weiß, ob wir uns jemals wiedersehen werden.


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      Die Stunde des Abschieds

      Eigentlich war geplant, dass ich mit der Schwedischen Friedens- und Schiedsvereinigung bis Mai 2016 in Burma bleibe. Doch Pläne sind wohl dazu da, um geändert zu werden. Ich bekam einen Job in Schweden und beschloss, bereits Mitte Januar nach Hause zu fahren.
      Es ist immer sehr schwer, sich von allen neuen und alten Freunden zu verabschieden. Da ich aber weiterhin mit Burma zu tun habe und das auch in Zukunft so bleiben soll, mache ich mir keine Sorgen, dass wir uns nicht mehr sehen werden. Es ist nur eine Frage der Zeit.
      Die tollen Menschen, die ich treffen durfte, trage ich in meinem Herzen. Ich habe ihre Gedanken von Frieden, Demokratie und Gleichberechtigung in mir und welche Vorstellungen zur Umsetzung sie haben. Sie begleiten mich tagein, tagaus und sind eine stete Quelle der Inspiration.






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      Sofia Jergner Ekervik

      Ich sehe mich als Teilzeit-Französin
      und Teilzeit-Britin, bin aber doch hauptsächlich eine kreative Schwedin mit einem Faible für Rottöne, die Siebziger, Dänisch, Fenster und Licht. Mein Name ist Sofia Jergner Ekervik und ich glaube, dass sich überall Geschichten finden lassen – man muss nur die Augen und Ohren aufmachen und sich trauen, sie zu sehen und zu hören.

      Nachdem ich vier Jahre lang in Paris Inspirationen gesammelt habe, wohne ich jetzt in London. Hier studiere ich Werbung und Kommunikation an der University of the Arts, und nebenher jobbe ich mit fantastischen Kolleginnen in Gudrun Sjödéns Konzeptladen in Covent Garden.

      Heute durfte ich bei einem Fotoshooting in der Altstadt von Stockholm als Model vor der Kamera stehen.





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      Wer hat gesagt, dass man sich an einem regnerischen Tag in Schweden nicht wie Anita Ekberg in Italien fühlen kann?

      8 UHR / WIE EIN GEMÄLDE, ABER DOCH ECHT

      Stockholm erwacht unter einem regengrauen Himmel. Gut angezogene, schlecht angezogene und auch ein paar kaum angezogene Menschen treffen in der U-Bahn aufeinander, auf dem Weg zur Arbeit oder zu frühmorgendlichen Abenteuern. Der Blick über die Stadt von der Slussen-Brücke ist immer wieder spektakulär. Wie ein Gemälde, aber doch echt. Monica und ich rennen das letzte Stück zum Studio durch strömenden Regen, in der Hand große Tüten voller Blumen und Hüte.
      In der oberen Etage des Altstadthauses in Gamla Stan erwarten uns Kaffee und Croissants aux pépites de chocolat – von der wunderbaren Anna aufgetischt –, eine atemberaubende Aussicht über den Stadtteil Södermalm und der gut gelaunte Fotograf Mats.
      Bei Gesprächen über verrückte Nasen, Mafiakontakte, anregende Parfums und wandernden Muskelkater lernen wir uns besser kennen. Soweit alles bestens.

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      9 UHR / GRAFISCHE DESIGNERIN IN GRAFISCHEM DESIGN

      Als erstes Model ist Jannike dran. Ihr charakteristischer kurzer schwarzer Pony und ihr warmes Lächeln passen perfekt zum Thema „Kosmopolitin in Schwarzweiß“, oder wie ich es nenne: „Grafische Designerin in grafischem Design“.
      Eine starke Frau mit selbstbewusstem Blick, die weiß, was sie will.






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      10 UHR / FROHGANG – WALK THE HAPPY WALK

      Die Sonne kommt heraus und füllt den Raum mit Licht. Das Lächeln fällt mir nicht schwer, als Mats mich anweist, im „Frohgang“ von einer Seite des Raums zur anderen zu gehen, damit die Kleider den richtigen Schwung bekommen. Ich trage einen großen weißen Hut und einen im Wind flatternden Rock, und in der Hand halte ich einen Blumenkorb – da macht man am Ende der Bewegung ganz automatisch einen fröhlichen Hopsdreher. Der Begriff „Frohgang“ gehört seit heute zum offiziellen Gudrun-Vokabular. Auch das Lachen kommt ganz natürlich, als wir während der Session diskutieren, ob ich Bianca Jagger (oder war es Mick?), der englischen Cellistin Jacqueline du Pré oder Anita Ekberg im Film La Dolce Vita ähnlich sehe. Ich sehe mich als farbenfrohe Mischung aller drei, aber mit der Energie von Mick Jagger.



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      13 UHR / SCHWEDISCHER LACHSPUDDING UND HAARIGE SCHÖNHEITEN

      Es ist Mittagessenszeit. Die Stimmung im Team ist bestens, und wir haben Verstärkung in Form der Models Anna und Ann-Marie bekommen. Nachdem wir geklärt haben, was schwedischer Lachspudding ist, kommen wir spontan auf die Themen Antischnarch-Mittel und behaarte Füße. Wir einigen uns darauf, dass behaarte Arme kein Problem sind, sondern eigentlich ganz sympathisch.







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      14 UHR / BLAUER BÜCHERWURM MIT SCHMERZENDEN ARMEN

      Madeleine überkommt „das herrliche Gefühl, das nur Stylistinnen haben können“, als sie den perfekten Blauton für meinen Lidschatten findet. Er hat die gleiche Nuance wie die Baskenmütze, die ich als blau gekleideter Bücherwurm trage. Als ich meine Bücherwurmrolle einnehme, habe ich noch keine Ahnung, was mir bevorsteht: Ich soll Bücher auf meinem Kopf balancieren, die Hände nach oben gestreckt, um den Stapel zu halten. Gut, dass ich am Tag zuvor beim Yoga gelernt habe, den Schmerz wegzuatmen. Meine nicht vorhandenen Bizepse reagieren mit Übersäuerung, und ich versuche mich in Zen-Gedanken.
      Literatur kann ganz schön schwer sein. Vor allem auf dem Kopf ...




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      14:30 UHR / HAT JEMAND WAS VON EINER TANZGENEHMIGUNG GESAGT?

      Das derzeit in Schweden diskutierte Gesetz zur Tanzgenehmigung missachten wir heute mal. Die wundervolle Anna kann sich nämlich nicht bändigen: Mit Blumen in ihren feurigen Haaren singt und tanzt sie vor der Kamera. (Hoffentlich muss unser Fotograf Mats jetzt keine Strafe zahlen, weil er den nicht genehmigten Tanz dokumentiert hat. Sorry.)

      SofiaJergnerEkervik_Bild15.00

      15 UHR / IM SPOTLIGHT

      Auch hinter den Kulissen bekommt man die Gelegenheit, sich wie ein Star zu fühlen. Zum Beispiel, wenn das fantastische Licht der großen Fenster in Ann-Maries Engelshaar leuchtet, wenn man von Madeleine gestylt wird oder von Emil einen Kaffee mit perfektem Milchschaum serviert bekommt.


      SofiaJergnerEkervik_Bild4Ich hatte einen herrlichen Apriltag mit tollen Menschen und tollen Produkten an einem schönen Ort, hat das nicht was von La Dolce Vita?

















      EvaTraore_Dahlberg

      Eva Traore Dahlberg

      Heute beginne ich mein Gudrun-Tagebuch über mein Leben in Ouagadougou, Burkina Faso. Mein Name ist Eva Traore Dahlberg, und ich arbeite als Beraterin, hauptsächlich im Bereich Umweltschutz. Ich bin von Haus aus Agarwissenschaftlerin und Agrarökonomin und lebe jeweils ein halbes Jahr auf der schwedischen Ostseeinsel Öland und ein halbes Jahr in Burkina Faso – sofern es die Arbeit zulässt. In Burkina Faso bin ich vorrangig mit Umweltfragen beschäftigt, und auf Öland halte ich unter anderem einen Sommergartenkurs am Capellagården ab, einer Schule für gestaltendes Arbeiten. In meiner Freizeit widme ich mich meinen beiden Gärten in Schweden und Afrika, meinen Bienen und ein paar Vereinen. Und ich unterstütze gemeinnützige Projekte in Burkina. Die letzte Woche war von schönen und schlimmen Dingen geprägt. Die gute Nachricht: Ich bin Oma geworden! Ein fantastisches Ereignis, auch wenn mich derzeit Tausende von Kilometern von meinem Enkel trennen. Die schlechte Nachricht der Woche war, dass Burkina Faso erstmals von einem Terrorattentat heimgesucht wurde: 30 unschuldige Menschen kamen ums Leben und viele wurden verletzt. Wir dürfen die Hoffnung nicht aufgeben, dass das Leben über den Tod siegt und dass die Liebe den Hass überwindet, sowohl in Burkina als auch in Schweden und im Rest der Welt! Foto von meinem Garten in Burkina Faso, wo es derzeit dank Bewässerung üppig grünt – zwischen Oktober und Mai ist hier eigentlich Trockenzeit.

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      Samstag:

      Samstags spazieren Richard und ich immer zügig durch den Stadtwald (ein 30 ha großer Nationalpark mitten in der Stadt!). Wir lassen den Spaziergang bei einem Brunch in unserem „Schattenhaus“ ausklingen. Heute Morgen begleitet uns ein Verwandter aus dem Dorf, Drissa. Vor 30 Jahren gab es keine Schule im Dorf von Richards Mutter, aber heute findet man hier sogar eine weiterführende Schule. Drissa absolvierte seine gesamte Schullaufbahn im Dorf und hat es zu einem Staatsexamen in Jura gebracht. Er hält engen Kontakt mit dem Dorf und will heute zeigen, was der Dorfgemeinschaftsverein mit 1400 Euro auf die Beine stellen konnte: Thementage, bei denen viel Wissenswertes über alles von Verhütungsmitteln bis hin zu Altenpflege vermittelt wurde. Zudem wurde Schulmaterial verteilt sowie Stipendien in Form von Fahrrädern an die besten Schülerinnen und Schüler vergeben. Als nächstes, erklärt uns der Jurist, müssen die Straßen zu Burkinas fruchtbarsten Dörfern aufgerüstet werden, und die Bauernfamilien brauchen besseren Zugang zu Krediten... und ja, natürlich möchte er gern Kontakte zu gut organisierten europäischen oder amerikanischen Bauern- oder Anbauvereinigungen aufbauen. Auf dem Foto zeigt Drissa einen anschaulichen Bericht mit Fotos von den Thementagen der Bauernorganisation.


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      Sonntag:

      Es wird so langsam heiß in Ouagadougou, aber am Nachmittag präsentiert Irène Tassambedo eine große Tanz- und Musical-Vorstellung im „Maison du Peuple“, und ich nehme erwartungsvolle Nachbarkinder mit zu dem Event. Da ein Musicalbesuch für die Kids ungewohnt ist, schaffe ich es nicht, sie auf dem Foto zum Lächeln zu bringen. So kenne ich sie eigentlich gar nicht, denn wenn sie sonntags in unserem Pool toben, geht es immer lustig zu! Ich hatte ja gehofft, dass ich ihnen richtig Schwimmen beibringen kann, aber jetzt bin ich froh, dass ich zumindest Wasserrettung kann. Irènes Truppe besteht aus 40 Darstellern aus verschiedenen Ländern, die Akrobatik, Gesang und Tanz vorführen. Eine Paartanzdarbietung ist besonders ergreifend, und erst am Ende fällt mir auf, dass der Mann an Kinderlähmung in den Beinen leidet. Was für eine Leistung! In einem Monat veranstaltet Irène Tassambedo sogar ein internationales Tanzfestival!


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      Montag:

      Ich besuche Seydoni Studios, das Tonstudio meines Mannes Richard. Hier erhalten Künstler die Möglichkeit, ihre Werke nach internationalem Standard aufnehmen zu lassen. Das Gebäude wurde vom Produzenten Maxe Axelsson, dem Gründer der schwedischen Pama Studios, zusammen mit örtlichen Zimmerleuten errichtet. Jetzt gibt es rund 60 „Kleinstudios“, in denen die Künstler meist ihre ersten Aufnahmen machen, bevor sie dann zum Mixen zu Seydoni kommen. Da Raubkopien leider weit verbreitet sind, erhalten die Urheber nicht ausreichend Lizenzeinnahmen, was Burkinas Beitrag zum Kulturschatz der Welt begrenzt. Während meines Besuchs nahm eine Frau eine CD auf (siehe Foto). Außerdem kam ein Musiker vorbei, der mit Seydonis Hilfe ein paar Wochen lang Musikunterricht für Gefängnisinsassen abgehalten hatte. Auf die Frage, ob er sein Engagement für geglückt hielt, antwortete er, dass einer der Gefangenen bei der Freilassung darum bat, länger bleiben zu dürfen, um den Kurs zu beenden!! Ein Mann in einem T-Shirt, auf dem stand: „Lasst uns wählen gehen nach der Revolution!“ (sie fand 2014 statt). Musik und Gesang spielen eine wichtige Rolle in diesem Land, in dem ein großer Teil der Bevölkerung weder lesen noch schreiben können! Die Künstler zeigen viel Verantwortung, und niemals wird Gewalt als Mittel zur Lösung eines Problems eingesetzt!!


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      Dienstag:

      Die Thanghin-Dassouri-Mädchen (Waisen, die von der westschwedischen Kirchengemeinde Torslanda und dem UN-Verein Kalmar-Öland seit mehreren Jahren finanziell unterstützt werden) wollen anfangen zu stricken. Dazu sollten sie regional erzeugtes Garn haben, finde ich, und mache mich auf zum Wohnheim für ausgestoßene Frauen. Hier wohnen Frauen, die aus verschiedenen Gründen der Hexerei beschuldigt wurden! Nicht selten sind es Witwen, deren Kinder ausgezogen sind, und nun will jemand an ihr Land. Dann verbreitet man das Gerücht, die Frau sei eine Hexe. Allein kommt man im Dorf nicht klar, daher wohnen in diesem Wohnheim rund 100 Frauen, die das gleiche Schicksal teilen. Sie helfen sich gegenseitig und verdienen ein wenig Geld, indem sie Baumwolle mithilfe von Handspindeln zu schönem Garn spinnen. Seltsamerweise scheinen niemals Männer der Hexerei beschuldigt zu werden! Nicht alle Traditionen sind automatisch gut!! Die Faserbüschel der Baumwolle müssen vom Samen getrennt werden. Dazu legt man sie auf einen Stein und rollt mit einer Eisenstange darüber. Mithilfe einer Spindel, etwas Asche und Handkarden werden die Baumwollbäusche dann mit flinken Händen zu Garn verarbeitet. In Burkina wird Baumwolle höchster Qualität angebaut, aber nur 1 % der Ernte bleibt im Land. Ein Großteil wird nach China exportiert. Daher mein Aufruf: Helfen Sie mir, energiesparend arbeitende Spinnereien zu finden, die zum Verkauf stehen! Nach vielen Verarbeitungsschritten wird die Baumwollpflanze zu Stoffen – hier ein Marktstand mit Baumwollgeweben. Bogolan (das Produkt einer afrikanischen Web- und Färbetechnik) und Batikstoffe sind zu sehen.


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      Mittwoch:

      Der Morgen beginnt mit dem Genuss einer Papaya aus dem eigenen Garten – und das, obwohl die Frucht in einer Höhe von 3,5 Metern wuchs. Geerntet wurde sie mit dem Poolkescher. Eine 700 g schwere, saftige, reife Papaya aus eigenem Anbau, und dazu Limettensaft – hmmm! Manchmal springe ich als Vertretung an der internationalen, aber genau genommen amerikanischen Schule ein. Da ich ganz in der Nähe wohne, rufen sie mich an, wenn ein Lehrer krank ist. Hier können ja nicht alle Englisch, und wenn ich Zeit habe, genieße ich es, ein paar Stunden zu unterrichten. Es ist nicht gestattet, die Schüler zu fotografieren, aber der amerikanische Enthusiasmus kommt auch so gut rüber. Schauen Sie nur, welch fantastische Schilder es hier gibt. Letztes Jahr fragten mich zwei Neunjährige, wie alt ich wäre (das eine Kind kam aus dem Sudan, das andere aus Japan). „Ratet mal“, antwortete ich (ich bin 61). Mit ernsten Gesichtern schätzten sie mich auf 32 beziehungsweise 37 Jahre! Ich fragte sie dann, wie sie auf ihre Schätzung kämen. Die Antwort lautete: „Weil du genauso gerne spielst wie wir!“. Daher, meine Damen: Werfen Sie Ihre Cremetiegel in den Müll und fangen Sie an zu spielen!!


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      Donnerstag:

      Heute fahre ich ins 35 km entfernte Tanghin Dassouri. Hier liegt ein pädagogisches Zentrum, in dem Waisenmädchen zweimal wöchentlich moralische und pädagogische Unterstützung erhalten. Waisenmädchen stehen ganz unten auf der sozialen Leiter; häufig müssen sie hören, dass sie der Verwandtschaft zur Last fallen. Wenn nicht alle Kinder einer Großfamilie zur Schule gehen können, sind es diese Mädchen, die zuletzt die Möglichkeit der Schulbildung erhalten. Der UN-Verein Kalmar-Öland und die Kirchengemeinde Torslanda setzen sich seit mehreren Jahren für diese Mädchen ein. Kann ein Mädchen lesen, werden auch ihre Kinder einmal lesen lernen, und das kann Leben retten! Im Zentrum erlebe ich nie schlechte Stimmung, immer herrscht fröhliches Treiben unter dem Schattendach. Jetzt werden wir jedem Mädchen eine Ziege kaufen. Ich habe dabei etwas gemischte Gefühle, denn Ziegen fressen ja alle frisch gepflanzten Bäumchen auf! Nun ja, immerhin haben wir 60 Bienenkästen aufgestellt, auf diese Weise tun wir der Natur etwas Gutes.


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      Freitag:

      Wir packen und fahren nach Bobo Dioulasso. Die Strecke durch die Stadt zieht sich, und die Ausfahrtsstraße von Ouagadougou ist voller Mopeds und Autos! Wir haben einen neuen Präsidenten, Rock Kabore, und offensichtlich hat er Besuch von auswärts, daher müssen wir die Stadt auf Umwegen verlassen. Kurz bevor wir ankommen, erreicht uns die Nachricht vom Terrorattentat in Ouagadougou – wir sind entsetzt! Al-Qaida-Sympathisanten haben ein bekanntes Café und Hotel gestürmt; 29 Personen wurden brutal erschossen und rund 150 verletzt. Voller Trauer erreichen wir Bobo Dioulasso, wo uns zum Glück auch eine gute Nachricht erwartet: Meine Tochter hat in Stockholm einen kleinen Jungen zur Welt gebracht. Möge die Liebe den Hass überwinden, und möge das Leben über den Tod siegen! Um den Tag im Zeichen der Hoffnung ausklingen zu lassen, besuchen wir Ingrid und Bertil Johanssons Lebenswerk, ein fantastisches Krankenhaus, das am Samstag eingeweiht werden soll, sowie ein praktisch ausgerichtetes Priesterseminar, wo zukünftige Priester den halben Tag lang lernen, wie man Landwirtschaft betreibt, um sich an der anderen Hälfte des Tages den himmlischen Dingen zu widmen. Wäre das nicht auch etwas für schwedische Pfarrer? Schweden ist ja nur zu 50 % selbstversorgend, während man hier dies fast vollständig ist. Und hier ist jeder gläubig – man glaubt entweder an einen Dorfgott oder einen so genannten normalen Gott. Atheisten gibt es in Burkina Faso nur im Tierreich! 33 ha, Zeburinder, Schweine, Schafe, Hühner und ein Gemüseland – das sind die Grundlagen für die irdischen Fertigkeiten, die die Priesteranwärter hier erwerben. Und auch klassisches Handwerk wie die Seifeherstellung und Weberei lernen sie. Auf einem der Fotos sehen Sie Salat, Tomaten, Zwiebeln, Kohl, Yams und Injam aus fantastischem Bewässerungsanbau.


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      Samstag:

      Wir haben es eilig nach Balankilidaga zu kommen, wo Ingrid und Bertil „ihr Krankenhaus“ einweihen. Sie konnten Spenden in einer Höhe von sage und schreibe 700.000 Euro auftreiben und haben mit diesem Geld ein praktisch ausgerichtetes Chirurgie-Krankenhaus auf dem Land errichtet. Schon vor der offiziellen Einweihung konnten in den beiden OPs Leben gerettet werden, als im staatlichen Krankenhaus eine ganze Woche lang gestreikt wurde. Bertil und der Architekt Tidiano waren für die Entwürfe zuständig, und Bertils Frau Ingrid sowie deren Bruder – beide Ärzte – standen als Senior Adviser für die praktischen Ratschläge. (Aber von „Seniorin“ keine Spur! Auf der Einweihung hatte sie eine angeschlagene Hüfte, da sie am Vorabend einen Sturz mit dem Motorrad hatte, und das mit Ende Sechzig! Der Fahrer war ein 80-jähriger Schwede, der vorbeigekommen war, um sein Cholesterin-Messgerät überprüfen zu lassen!). Das Krankenhaus nutzt natürliche Methoden zur Abkühlung – keine Wände, auf die die Sonne knallt, und doppelte Wandkonstruktionen mit einer dicken Luftschicht dazwischen. Und die Laubengänge sind wirklich gelungen! Das Krankenhaus liegt eingebettet in einen „heilenden Garten“, in dem Bertil und andere am Einweihungstag Bäume pflanzten. Für seinen eigenen Baum bat er um besonders viel Dünger, damit dieser am schnellsten wächst! Um etwas gegen die vielen herumliegenden Plastiktüten zu tun, die allüberall das Ortsbild verschandeln, wurde hier auch ein Abfallkorb aufgestellt. Ingrid und die Hebamme Bintou Traore (auf dem Foto abgebildet) mit dem teuersten Gerät: einem Sterilisator der Marke Getinge. Kann das Krankenhaus vielleicht nächstes Mal Rabatt bekommen? Provinzvorsitzender, Gesundheitsministerium, Krankenhauspersonal und Dorfoberhaupt – alle waren sie anwesend. Sogar großherzige Spender aus Schweden waren angereist! Wie nicht anders zu erwarten, klang die Einweihung mit Tanz, Musik und Gesang aus!



      Das Tagebuch von Gudruns Freundinnen
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      Lotta Nilssons Venedig

      Venedig_2016_collage 

      Unsere persönliche Venedig-Führerin Lotta Nilsson lebt seit 25 Jahren in Italien und ist mit der Kultur und dem Lebensstil des Landes bestens vertraut. Außerdem ist sie eine begnadete Witzeerzählerin und Sängerin. Hier teilt sie ihre besten Venedig-Tipps mit uns:

      Benvenuti a Venezia! Wenn Sie noch nie in Venedig waren, dann müssen Sie die Stadt unbedingt besuchen – und wer schon einmal hier war, kommt immer gerne wieder! Was macht man in Venedig? Man läuft, denn schließlich liegt die Stadt auf Inseln in der Lagune und ist durchzogen von Kanälen.

      Beim Thema Venedig denkt man natürlich zuerst an die Gondeln, die wunderschönen 11 Meter langen Boote, die speziell auf diese fließende Stadt abgestimmt sind. Im 16. Jahrhundert gab es noch über 10.000 Exemplare – reich verzierte Gefährte, die den wohlhabenden Besitzern Status einbrachten. Wer eine Tour durch die kleinen Kanäle in einer der etwa 400 Gondeln unternimmt, bekommt einen guten Eindruck von der einstigen Pracht dieser Stadt. Die üppig dekorierten Paläste in Gelb, Grün, Rot und Blau wurden häufig von einem der vielen hier angesiedelten Künstler und Architekten gestaltet, darunter Tizian, Tintoretto, Veronese, Sansovino und Palladio.

      Während der Gondelfahrt hört man venezianische Musik aus einer der vielen Kirchen, die heute Kunsthallen sind. Antonio Vivaldi, einer der vielen Söhne der Stadt, war Priester in der Kirche „La Pietà“ und unterrichtete im 18. Jahrhundert den dortigen Mädchenchor. Heute kann man hier den „Vier Jahreszeiten“ lauschen.

      Marco Polo, der Entdecker einer bis dato unbekannten Welt, ist ebenfalls ein berühmter Venezianer. Seine Reisebeschreibung „Il Milione“ verdankt ihren Titel dem Viertel, in dem er geboren wurde.

      Der Karneval ist ein besonderes Ereignis für Venedig und seine Bewohner; vor allem im 18. Jahrhundert war dies so, als alle mitmachen konnten. Damals wie heute kleidet man sich in prachtvolle Kostüme und Masken, häufig ergänzt durch eine „Bauta“, einen schwarzen Schleier, der Haare, Augen und Hals bedeckt und meist aus Burano-Spitze gearbeitet ist. Dazu wird ein dreieckiger Hut und eine weiße Maske getragen und natürlich der „Tabarro“, ein schwarzes Cape. Männer und Frauen, Arm und Reich nahmen am Karneval teil, und manchmal war das ganze Jahr über Karneval! Als Napoleon Ende des 18. Jahrhunderts Venedig eroberte, verhängte er ein Karnevalsverbot – schließlich wusste man ja nicht, wer sich hinter der Maske verbarg!

      Napoleon war der Ansicht, dass Venedigs Markusplatz so schön war, dass nur der Himmel ein würdiges Dach abgab. Hier reihen sich viele schöne Cafés aneinander, darunter das Caffè Quadri, das Caffè Lavena und das Caffè Florian, die über die Jahrhunderte von zahlreichen berühmten Personen besucht wurden, z. B. von Goethe, Wagner, Dickens und Proust. Auch heute noch kann man hier seinen Kaffee genießen – oder wie im Caffè Florian eine heiße Schokolade nach Geheimrezept – und dabei herrlicher Orchestermusik lauschen.

      Die Piazzetta, der „kleine Platz“, wird dominiert vom Dogenpalast, von dem aus die „Serenissima“ regiert wurde. Im Palast befanden sich unzählige Gefängniszellen, darunter auch die gefürchteten Bleikammern, die durch ihren bekanntesten Insassen Casanova und dessen Flucht weltberühmt wurden. Die Ponte dei Sospiri, die „Seufzerbrücke“, führt vom Dogenpalast zum neuen Gefängnis. Der Palast erzählt von der Geschichte Venedigs während der 1100er-Jahre, in denen die Dogen hier regierten.

      Auf Ihrem Venedig-Trip darf ein Besuch einer der vielen Bars nicht fehlen! Genießen Sie z. B. im „Bacari“ einen erfrischenden Aperol oder Campari Spritz. Und in „Harry‘s Bar“ (hinter dem Markusplatz) können Sie Hemingways Lieblingscocktail „Bellini“ probieren: Prosecco mit frisch gepresstem weißem Pfirsichsaft. Am Abend füllen sich die Restaurants mit hungrigen Gästen, die die köstliche venezianische Küche genießen möchten. In der Osteria Al Squero sollten Sie „Fegato alla veneziana“ (Kalbsleber mit Zwiebeln) probieren oder die „Cicchetti“ (ein Teller mit verschiedenen Häppchen). Die Osteria Trefanti serviert ausgezeichnete Fisch- und Schalentiergerichte.

      Benvenuti a Venezia!

      Lotta Nilssons Venedig
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      Herzlich willkommen in Gudruns Modewelt!

      Lieben Sie farbstarke Mode aus schönen, natürlichen Materialien? Haben Sie eine grüne Seele und kaufen Sie am liebsten Bio, wann immer sich die Gelegenheit dazu bietet?

      Sind SIe eine Frau mit ganz unverwechselbarem Stil, die leuchtende Farben und fabelhafte Muster liebt, der zeitloses Design aus den Materialien der Natur wichtig sind? Dann herzlich willkommen in meiner Modewelt!

      Mode entwerfen bedeutet für mich, eine Persönlichkeit mit Farben und Formen ganz individuell zu unterstreichen, aber auch andere Kriterien, wie Funktionalität, Bewegungsfreiheit, Tragbarkeit und Pflegeleichtigkeit zu berücksichtigen. Schon seit 1976 gibt es meine Kollektionen aus reinen Naturmaterialien mit einzigartigem Design und skandinavischem Flair.

      Gudrun Sjödén
      - Chefdesignerin und Gründerin





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      Winter Ladentasche

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      Gudruns beste Reisetips

      Reise KopenhagenKopenhagen – die Stadt für alle Jahreszeiten
      Meine besten Tipps für einen Kurztrip nach KOPENHAGEN

      Mit dem Flugzeug ist Kopenhagen von ganz Deutschland aus schnell und bequem zu erreichen, doch wenn Sie im Norden wohnen, empfehle ich Ihnen die Bahn. Lehnen Sie sich entspannt zurück und beobachten Sie, wie die Landschaft an Ihnen vorbeizieht. Ist es nicht der reine Luxus, ein bisschen Zeit für sich zu haben? Lesen Sie ein spannendes Buch oder gönnen Sie sich etwas Leckeres im Bordbistro. Wenn es wieder nach Hause geht, ist das Bistro auch der ideale Platz, um die Erlebnisse der Reise bei einem Glas Wein Revue passieren zu lassen.

      Der Hauptbahnhof in Kopenhagen verströmt das Flair der grossen weiten Welt – herrlich! Nehmen Sie dort die S-Bahn Richtung Norden und steigen Sie nach einer Station am Bahnhof NØRREPORT aus, von dort gelangen Sie rasch in die Fiolstræde, wo unser Konzeptladen zu Hause ist. Die Fiolstræde mit ihren kleinen Geschäften ist wie geschaffen für einen gemütlichen Bummel und wird natürlich von unserem Laden in der Nummer 5 gekrönt! Hier sind immer jede Menge Gudrun-Kundinnen anzutreffen, und die meisten nehmen sich gerne Zeit für einen kleinen Plausch mit mir. DAS LIEBE ICH!

      Gleich nebenan liegt das DALLE VALLE, ein Restaurant und Café mit leckeren kleinen und grossen Gerichten, in dem ich häufig anzutreffen bin. Manchmal spaziere ich auch ein paar Schritte weiter zum Paludan Buchcafé. Das Ambiente ist einfach ganz besonders, ich kann Ihnen einen Besuch nur wärmstens empfehlen!

      Wenn ich von dort aus durch die Innenstadt bummle, vermeide ich nach Möglichkeit die grosse Fussgängerzone Strøget, biege lieber in die kleinen Seitensträsschen ab und orientiere mich am grossen Turm Rundetårn. So stösst man auf zahlreiche hübsche Boutiquen, gemütliche Restaurants und schöne gepflasterte Plätze wie den Gråbrødretorv, den Kultorvet usw. Nicht verpassen: das Café Sommersko in der Kronprinsensgade, die Mode der Designerin Margit Brandt, die futuristische Boutique des schwedischen Labels Acne, den COS Store...

      Beim Floristen TAGE ANDERSEN gehe ich immer vorbei, auch wenn ich mich manchmal mit einem genussvollen Blick durchs Schaufenster begnüge. Denn wenn man den Laden von innen sehen möchte, so kostet dies 40 DKK Eintritt. Verständlich, da der zauberhafte Blumenladen mit seinen Pfauen, Wendeltreppen und dem schönen Innenhof ansonsten hoffnungslos überlaufen wäre. Adresse: Ny Adelgade 12.

      Jetzt sind wir gleich auf Kongens Nytorv und bald ist auch der berühmte NYHAVN in Sicht, der sich inzwischen zu einem Touristenmagnet voller Cafés und Restaurants entwickelt hat. Weiter unten, Richtung Meer, liegt eines meiner Lieblingshotels, das wunderbar in ein altes Speichergebäude integrierte Nyhavn 71. Quer übers Wasser erblickt man Kopenhagens modernes Opernhaus. Von hier aus kann man mit dem so genannten „Bootbus“ kreuz und quer durch Kopenhagen schippern und kommt dann an der Freistadt Christiania vorbei, an der Königlichen Bibliothek (aufgrund ihres Aussehens „Schwarzer Diamant“ genannt) und weiteren Sehenswürdigkeiten.

      Bei jedem Kopenhagentrip statte ich mindestens einem Kunstmuseum einen Besuch ab, z. B. dem Statens Museum für Kunst. Dieses altehrwürdige Gebäude wurde 1998 durch einen modernen Glasanbau erweitert. Lassen Sie den Besuch unbedingt bei einer Tasse Kaffee mit Aussicht ausklingen.

      Mein absoluter Favorit, die Ny Carlsberg GLYPTOTEK, liegt am anderen Ende der Innenstadt unweit des Tivoli. Diesmal besuchte ich dort eine grosse Ausstellung französischer Malerei und entdeckte einige mir bislang unbekannte Gemälde. Wunderschöne Bilder aus dem 19. Jahrhundert und später. Der Eingangsbereich der Glyptotek ist beeindruckend, mit seinem hohen Palmenhaus, bequemen Bänken und einem Terrassencafé. Gönnen Sie sich unbedingt einen Besuch!

      Parallel zur Fussgängerzone Strøget verläuft die kleinere Kompagnistræde, durch die ich gerne bummle, um in den vielen kleinen Lädchen mit Heimdeko, Antiquitäten und Mode zu stöbern. Meistens komme ich dann mit einer blumigen Tasse, einem gestreiften Handtuch oder einem gepunkteten Teller nach Hause. An der Kreuzung mit der Rådhusstræde liegt das indonesische Restaurant GALATEA, das Björn und ich häufig aufsuchen. Björn denkt gerne an seine Jugend in Malmö zurück, als er und seine Freunde regelmässig auf die andere Seite des Öresunds fuhren, um Grossstadtluft zu schnuppern.







      ANTWERPEN –
      KUNST, MODE, ESSEN UND KULTUR

      In Belgien leben rund 11 Mio. Menschen. Im Land herrschen zwei grosse Sprachen vor: Niederländisch, das von den Flamen gesprochen wird, und Französisch. Darüber hinaus lebt eine deutschsprachige Minderheit in Belgien.

      Antwerpen wurde etwa 800 n. Chr. gegründet. Rund 450000 Einwohner leben in dieser Hafen- und Industriestadt im Norden Belgiens. Antwerpen gilt als das Zentrum des Diamantenhandels. Seit den 1990er Jahren geniesst die Stadt einen Ruf als Modemetropole. Nach dem Hafen von Rotterdam ist der von Antwerpen der zweitgrösste Europas und zählt zu den 17 grössten Häfen der Welt. Genau hier begann im 19. Jahrhundert für viele Europäer und Schweden auch der Weg in die neue Welt.

      Antwerpen
      Fliegen Sie nach Brüssel und nehmen Sie von dort den Schnellzug, der sie in 45 min nach Antwerpen bringt. Der Hauptbahnhof von Antwerpen begrüsst Reisende mit einer imposanten Mischung aus Marmor und Stahl sowie zahlreichen schönen architektonischen Details aus dem Jahr 1905. Wir haben unser Ziel, das B & B Hotel Julien, nach einem wunderschönen Spaziergang erreicht. Zu Fuss lässt sich die Stadt übrigens am besten erkunden. Oder aber Sie nehmen eine der altehrwürdigen Strassenbahnen, die quietschend die engen Gassen durchqueren.

      Antwerpen ist flach gelegen und zeichnet sich durch einen mässigen Autoverkehr aus. Die grosszügigen Parkplätze wurden idealerweise an den Stadtrand verbannt. Weder Hochhäuser noch Einkaufszentren stören den Eindruck.
      Im älteren Teil Antwerpens steht das prächtige Rathaus, die typischen Fachwerkhäuser der Stadt sowie die beeindruckende Liebfrauenkathedrale, die 1521 fertiggestellt wurde und deren Bau ganze 169 Jahre dauerte. Sie zählt zu den grössten gotischen Kathedralen Europas und überraschenderweise zu den schönsten, die ich je gesehen habe.

      Hier und dort ist es ein wenig chaotisch und mancherorts herrscht mehr Patina als Glanz. Doch die hiesigen Restaurants zählen zur absoluten Spitzenklasse. Überdies lockt Antwerpen als absolutes Einkaufsparadies. Zweifelsohne ist in Antwerpen das Geld zuhause. Genau aus diesen beiden Gründen wird Antwerpen von Niederländern und Franzosen so geschätzt. Hotels und Restaurants sind übervoll. Dasselbe gilt für die vielen Einkaufstüten in den Händen der Shoppingbegeisterten.

      Antwerpen ist eine moderne Stadt voller Lebensfreude.
      Die Kathedrale, der Maler Peter Paul Rubens, beide Weltkriege sowie die weitere langjährige Historie haben in der Stadt ihre Spuren hinterlassen und sind mit der Moderne eine gelungene Symbiose eingegangen. Kleine gemütliche Cafés und Blumenläden mit GRÜN als innerem Leitmotiv sowie elegante Galerien und Gourmetrestaurants liegen in wildem Durcheinander neben Dries Van Noten und Ann Demeulemeester (die mit Antwerp Six 1980 Antwerpens Ruf als Modemetropole begründete). Die Einwohner gelten als besonders angenehm, herzlich und kontaktfreudig.

      Kunst und Kultur
      Sowohl der Barockmaler Peter Paul Rubens (1577-1640) als auch van Dyck lebten und arbeiteten in Antwerpen. Sie haben in der Stadt ihre markanten Spuren hinterlassen. In der Kathedrale hängen gleich mehrere unvergleichliche Rubens-Werke. Sein grosses herrschaftliches Haus ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Hier wandert die Besucherschar durch Räume mit Originaltapete aus Leder und Gold, um die ausserordentlichen Kunstwerke zu bestaunen. Die Räumlichkeiten waren UNERWARTET zugänglich.

      Geschichte und Kulturinteresse waren sicherlich bereits zu Rubens Zeiten ausgeprägt. Die ganze Stadt scheint vor kreativer Energie zu vibrieren. Mehrere grosse Kunstmuseen, Galerien und aufregende Architektur-Highlights geben sich hier ein Stelldichein und haben ihr Scherflein dazu beigetragen. Häufig liegen gleich mehrere Kunstgalerien nebeneinander. Zweifelsohne ist Antwerpen ein wahres Mekka für Kultur- und Kunstinteressierte.

      Mode und Shopping
      Antwerpen ist mit seinen vielen Geschäften in den einzelnen Vierteln und Strassen ein Shopping-Eldorado. So weit wir gesehen haben, blieb die Stadt jedoch von grossen Einkaufszentren verschont.
      Meir, so heisst die bedeutendste als Fussgängerzone angelegte Einkaufstrasse Antwerpens, die von grossen Marken gesäumt ist. An der Nationalestraat ächzen die altehrwürdigen Strassenbahnen quietschend vorbei. In einer besonders pittoresken Ecke der Stadt in einem Gebäude aus den 1920er Jahren thronen das Dries Van Noten-Flagship-Store und das grosse Modemuseum. Die Kloosterstraat ist Antiquitäten- und Vintageläden, alternativen Heimtextilienläden sowie einigen Fairtrade-Geschäften vorbehalten. Die Volkstraat liegt unweit des Museum of Contemporary Art M HKA und in unmittelbarer Nachbarschaft zu Galerien sowie einer Reihe sehr guter Brasserien und Restaurants, wovon unser Favorit Fiskebar heisst. Hier residiert die Modepäpstin Ann Demeulemeester, die den Ruf Antwerpens als Modestadt begründete.

      Warum nicht auf einer Wochenendreise dem Charme Antwerpens erliegen und vielfältigste Sinneseindrücke sammeln?

      Reise ParisLe Marais – das In-Viertel im Herzen von Paris


      Wenn Sie eine Städtereise nach Paris planen, sollten Sie nach einem Hotel im gemütlichen Viertel Marais Ausschau halten, am besten in der Umgebung der wunderschönen Place des Vosges. Der älteste der fünf Pariser „Königlichen Plätze“ ist rundum von tiefen Arkaden gesäumt und bezaubert mit einem lauschigen Park in der Mitte. In den vielen Cafés, Restaurants und Galerien kann man in das bunte Leben der französischen Hauptstadt eintauchen.

      Mode- und Shoppingbegeisterte bummeln ausgiebig durch die charmanten Boutiquen und stöbern z. B. in japanischem Musterpapier oder informieren sich bei den zahlreichen Herrenausstattern über die aktuelle Mode – zurzeit liegen farbige Hemden voll im Trend.

      Auf unserem anregenden Spaziergang durch die Rue des Francs Bourgeois entdeckte ich einen neuen Lieblingsladen mit fröhlicher Mode und hübschen Ideen fürs Zuhause: Bensimon. In derselben Strasse liegt auch eine Filiale des Comptoir des Cotonniers, ebenfalls ein Laden, der mich immer magisch anzieht, ob ich nun gerade in London bin oder eben in Paris. Biegt man dann rechts ab in die Rue Vieille du Temple, laden noch viele weitere nette Boutiquen und Cafés zum Bummeln und Verweilen ein. In dem Café mit den roten Stühlen genossen wir unseren Café au Lait und überlegten, dass sich die Gastronomen offenbar alle von den klassischen Flechtstühlen verabschiedet und auf bunte Modelle geeinigt hatten.

      Das PICASSO-Museum ganz in der Nähe ist immer einen Besuch wert, egal ob man schon Fan des grossen spanischen Künstlers ist oder sich noch nicht näher mit ihm befasst hat. Tausende seiner Werke, die seine Familie der Stadt Paris vermachte, sind hier zu bewundern – an jedem ersten Sonntag des Monats sogar bei freiem Eintritt.

      Am Rande des Marais liegt auch das bekannte CENTRE GEORGES POMPIDOU, das allerdings inzwischen schon etwas in die Jahre gekommen ist. Doch natürlich ist dort immer viel los, und neben interessanten Ausstellungen locken auch die bunten Strassenkünstler auf dem grosen Platz vor dem Kulturzentrum jede Menge Zuschauer an. Oben auf dem Dach geniesst man eine atemberaubende Aussicht über die Stadt und natürlich auf Notre-Dame, Triumphbogen, Eiffelturm und Sacré-Cœur.

      Den Boulevard Beaumarchais säumen viele aussergewöhnliche Boutiquen und Geschäfte, die ich bei meinen Paris-Besuchen auf keinen Fall links liegen lasse, z. B. MERCI mit der Hausnummer 111. Diesen grandiosen Laden betritt man durch ein grosses Tor und blickt zunächst auf einen Käfig mit lebenden Hühnern und einen alten Fiat, umrahmt von Büschen und Bäumen. Im Ladeninneren gibt es eine „bescheidene“ Modeabteilung, nun ja, was heisst bescheiden – bei Designern wie Paul Smith sind die Preise nicht sonderlich zurückhaltend... Merci verkauft Pflanzen und Blumen, bietet eine Bibliothek mit alten Büchern sowie ein Café, in dem man leckere Salate oder köstliche Kuchen geniessen kann.

      In der Rue de Trésor, einer kleinen gemütlichen Seitenstrasse der Rue Vieille du Temple, setzt man sich am besten in eines der vielen Cafés und bestellt einen DUBONNET – mehr nicht. Denn über das Essen können wir leider nichts Gutes berichten, diesmal hatten wir mit unserer Restaurantwahl irgendwie kein Glück. Wir wollen schliesslich geniessen und uns nicht einfach nur sattessen.

      Von unserem Hotel Le Pavillon de la Reine an der PLACE DES VOSGES spazierten wir gemächlich hinunter zur Seine, über die Pont de Sully und weiter durch das Musée de la Sculpture en Plein Air. Bei strahlender Sonne machten wir eine kleine Pause im Museumspark und beobachteten die vorbeiziehenden Boote, bevor es weiterging zum JARDIN DES PLANTES, dem ehemaligen königlichen Heilkräutergarten. Der Garten wurde 1635 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und beherbergt grosse Gewächshäuser und viele ungewöhnliche Pflanzen – sehr inspirierend!

      Unser Vormittagsspaziergang endete mit einem Besuch der Grossen Pariser MOSCHEE, einer echten Entdeckung mit gemütlichem Gartencafé und einem maurisch inspirierten Restaurant; auch eine Islamschule und ein türkisches Bad gehören dazu. Alles hübsch verziert mit Mosaiken, Wandmalereien und Türen mit buntem Glas.

      Anlass meiner diesjährigen Parisreise war auch ein Besuch der Ausstellung über den belgischen Modeschöpfer Dries Van Noten im Musée des Arts Décoratifs. Zahlreiche exquisite Modelle aus seinem bisherigen Schaffen waren zu bewundern, ebenso wie viele von oben bis unten in Muster gekleidete Räume mit Kollektionen, deren Inspiration verschiedenen Kulturkreisen und Persönlichkeiten entsprang. Das Museum liegt unweit des LOUVRE – mit all seiner Vielfalt und dem Reichtum an Gemälden und Skulpturen natürlich ein Sightseeing-Muss. Allein der Eingangsbereich des Louvre mit seiner charakteristischen Glaspyramide ist einen Besuch wert.

      Viele weitere Tipps für Paris finden Sie natürlich in jedem guten Städteführer.

      A bientôt!

      Gudrun





      Reise LondonLondon

      MEINE Reisetips für diese faszinierende Metropole:
      Die ganze Gegend um Covent Garden ist natürlich ein Muss für alle Londonbesucher, denn sie ist von frühmorgens bis spätabends voller Leben. Besuchen Sie unseren Konzeptladen in der Monmouth Street 65-67, und besichtigen Sie dort die Original-zeichnung zu “Covent Garden” aus meiner Sommerkollektion. Wenn Sie von Gudrun und Schweden grüssen, hält das Personal ein kleines Geschenk für Sie bereit.

      Neal´s Yard – ein kleiner Strassenzug bei Covent Garden mit etwas aus-gefalleneren Läden und Restaurants, farbenfroh und originell. Am besten kommen Sie von der Monmouth Street her.
      Der verwunschene kleine Park Chelsea Physic Garden ist ein echter Geheimtip für
      alle Gartenliebhaberinnen. Man merkt gleich auf den ersten Blick, dass er von Botanikern gepflegt wird!
      Im Michelin Building, das seinerzeit der Reifenunternehmer Michelin bauen liess, liegt das Möbelgeschäft Conran; Sie finden es in der Fulham Road in Chelsea. In dem netten Restaurant im gleichen Gebäude können Sie Austern essen und dazu ein Glas Champagner trinken.

      Anthropologie hat einen neuen Shop mitten in der King´s Road, in dem Sie eine kunterbunte Mischung aus Mode und Deko-Artikeln finden. In diesem Laden kaufe ich mit Vorliebe geblümte Tassen, hübsche Handtücher und andere lebensnotwendige Dinge...
      Weiter unten auf der King’s Road liegt Designers Guild, der Flagship Store von Tricia Guild, der neben Tapeten und Textilien aus eigener Produktion auch Porzellan und viele andere Kleinigkeiten anbietet. Wer Farben und Muster liebt, wird hier garantiert fündig! Ein gut gefülltes Bankkonto ist allerdings Voraussetzung...

      Die Millennium Bridge und das Tate Modern stehen jedesmal auf dem Programm, wenn ich in London bin. Das Museum besuchen wir am liebsten am frühen Abend, und anschliessend gehen wir in dem netten Restaurant in der obersten Etage essen. Kultur und ein Glas Wein, das ist eine wunderbare Kombination! Mindestens bis 22 Uhr geöffnet. Die National Portrait Gallery mit Portraits aus mehreren Jahrhunderten ist ebenfalls ein Museum, das immer wieder einen Besuch wert ist.

      Welche Unterkünfte sind in London zu empfehlen? Wir leisten uns manchmal das Sloane Square Hotel, ein ausgesprochen gemütliches Hotel in der King’s Road. Im übrigen ist ein Hotel in der Nähe von Covent Garden ausgesprochen praktisch,
      da ist man sozusagen ”mittendrin”.





      Reise BerlinDas hier sind meine besten Tipps aus BERLIN


      Nehmen Sie einen Hop-on/ hop-off Bus und erleben die aufregende Grossstadt. Steigen Sie nach Lust und Laune an den Orten aus, die Ihr Interesse wecken.
      Danach springen Sie ganz einfach wieder auf – Die Busse fahren alle 10 Minuten!
      Hier müssen Sie unbedingt Halt machen:
      East Side Gallery – die längste Mauergalerie der Welt! Ein langes Stück der historischen Mauer mit Grafittis und Malereien verziert. Sehr empfehlenswert!

      Gedächtniskirche –Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche ist das Wahrzeichen der City-West. Die Kirche wurde während des zweiten Weltkrieges weitestgehend zerstört, jedoch nicht wieder aufgebaut. Ein traumhafter Ort der Stille in intensiven Blautönen!
      Checkpoint Charlie – Der wohl populärste Übergang zwischen Ost- und Westberlin zu DDR Zeiten vereinte damals den Amerikanischen mit dem Sowjetischen Sektor. Seine Berühmtheit erlangte der Platz unter anderem durch die zahlreichen Fluchtversuche aus Ost-Berlin.

      Gendarmenmarkt – viele betrachten den Gendarmenmarkt als den wohl schönsten Platz in Berlin. Hier häufen sich Cafés und Restaurants, in denen man ein Glas Riesling oder ein erfrischendes Weissbier bekommt. In der Markgrafenstrasse 32 finden Sie meinen grössten Konzeptläden. Hervorragender Service und phantasievoll dekorierte Modekreationen laden Sie auf eine individuelle Einkaufstour ein. Wenn Sie an der Kasse ”herzliche Grüsse von Gudrun” überbringen, erhalten Sie sogar ein kleines Geschenk dafür!
      Um sich den vielen Fussweg zu ersparen, nehmen Sie eine Fahrrad-Rikscha und lassen
      sich zur Strasse ”Unter den Linden” fahren. Hier befindet sich die grösste Flaniermeile Berlins. Von da aus können Sie weiter zum Berliner Dom und zum Bebelplatz, an dem sich ein historisches Mahnmal befindet, da 1933 auf Anweisung des Naziregimes ca. 20.000 Bücher verbrannt wurden.

      WEITERE INTERESSANTE ORTE:
      KUNST im BUNKER – ein überirdischer Bunker aus dem Jahr 1942 dient heute als Kunstgallerie. Ein unglaubliches Gebäude in der Reinhartstrasse 20, mit zwei Meter dicken Wänden und vielen Räumen auf fünf Ebenen, in denen die Menschen Zuflucht vor dem Krieg suchten. Sonntags ist der Bunker ohne Voranmeldung geöffnet. An allen anderen Tagen
      kann man eine Führung buchen (www.sammlung-boros.de). Eine ganz besondere Erfahrung!
      Botanischer Garten – 20 Minuten mit der S-Bahn Richtung Süden. Dort erstreckt sich der wunderschöne Garten in voller Pracht. Wir haben einen herrlichen Spaziergang unternommen, vorbei an blühenden Obstbäumen, spriessenden Kräutern und zauberhaften Teichen.
      Hackescher Markt – ein gemütliches Viertel mit engen Gassen, alten Industriehäusern und süssen Butiken. Hier findet man das Besondere! Wer keine Lust mehr auf Shopping hat, kann sich in eines der vielen Cafés setzen und dem bunten Treiben auf dem Markt zuschauen.
      Hotel Künstlerheim Luise - Inmitten der Stadt steht dieses unverwechselbare Hotel,
      was von verschiedenen Künstlern individuell gestaltet wurde. Die Zimmeranzahl ist leider sehr begrenzt, daher empfiehlt es sich viele Monate vor Antritt der Reise zu buchen
      (http://www.luise-berlin.com/).
      Willkommen in der lebendigen und vielseitigen Hauptstadt! Versuchen Sie unbedingt ein Hotel in der Stadtmitte zu bekommen, damit Sie alle Sehenswürdigkeiten gut erreichen!
      Eine einzigartige Reise wünscht Ihnen





      Reise New York

      New York

      Gudruns New york Reise

      SoHo – die Heimat von Gudruns Sjödéns Konzeptladen in New York?
      Im März vergangenen Jahres war ich zuletzt in New York und eröffnete meinen neuen Konzeptladen. Ich hielt mich viel in meiner Nachbarschaft um Greene Street herum auf.
      Es gab wenig Zeit etwas anderes zu tun, als sich um die Eröffnung meines neuen Ladens
      zu kümmern. Doch es waren inspirierende, „grüne“ Tage in der Greene Street.
      Hier sind meine Top-Empfehlungen, wie man einige Tage in SoHo und im
      Big APPLE verbringen kann.
      Die meisten Orte sind gut zu Fuss von unserem Konzeptladen in der Green Street zu erreichen. Ich liebe kurze Wege in dieser gigantischen Stadt, die pulsiert und einen eigenen Charme hat. Hier hält keine andere Stadt der Welt mit, ausser vielleicht das phantastische Hong Kong.
      Wunderbar bummeln in SoHo
      Anthropologie am 375 West Broadway – ein grosser Laden mit einem wunderbaren
      Mix an Kleidern, Geschirr und Heimtextilien. Ich komme häufig mit blumenverziertem Porzellan nach Hause, wenn ich dieses Geschäft besucht habe. Gibt es übrigens auch London.
      Am anderen Ende der Greene Street ist ein kleiner japanischer Laden, mit ausgewählten japanischen Kleidern. Viele dieser Kleidungsstücke, wurden tatsächlich mit Indigo gefärbt. Das ist etwas, was ich mit meiner Leidenschaft für Textilien, sehr liebe.
      Mein Mann und ich gehen oft zu Jack Spade in der 400 Bleecker Street. Sie haben tolle, legere Herrenkleidung, wie z.B. Pullover mit Knöpfen, gestreifte Socken und fabelhafte Taschen. Nicht gerade günstig, aber dafür ist es ein wirklich schöner Laden.
      Entlang der Grand Street finden Sie noch mehr individuelle Geschäfte, die Kleider und diverse spannende und geheimnisvolle Dinge verkaufen. Häufig entdecke ich dort etwas Einzigartiges, beispielsweise einen Schal, der mich für meine nächste Kollektion inspiriert.
      50 Greene Street – der GUDRUN SJÖDÉN Konzeptladen ist natürlich ein Muss für alle Gudrun-Kundinnen. Hier haben wir einen Laden für alle Grün-Fans entworfen. Mit tempera-bemalten Wänden und herrlichen, grossen Fenstern, die das Tageslicht hereinlassen. Sie werden sich Zuhause fühlen, wenn Sie von unserer schwedischen Ladenmanagerin Karin und ihren Kolleginnen begrüsst werden. Richten Sie viele Grüsse aus Schweden aus und Sie werden ein kleines Geschenk von den Mitarbeiterinnen erhalten.
      Geniessen Sie leckeres Essen, eine Kaffeepause und etwas Kultur
      Das LE PAIN QUOTIDIEN liegt gleich um die Ecke, linker Hand der 100 Grand Street, wenn Sie von Gudruns-Konzeptladen aus der Greene Street kommen. Es ist ein schönes, grosses Café mit köstlichem Brot und schmackhaften Salaten – und es findet sich immer ein freier Tisch dort.
      Das CROSBY HOTEL, in der Crosby Street, ist ein Industriegebäude, das in ein originelles Hotel mit grossen Fenstern und herrlich dekorierten Zimmern umgestaltet wurde. Im Erdgeschoss befindet sich ein Restaurant, das ich hin und wieder besuche. Dort kann man gut essen und ein wenig die anderen, oft aussergewöhnlichen, Gäste beobachten.
      BALTHAZAR, 80 Spring Street, ist eine spektakuläre Brasserie, in der man französische Speisen bekommt. Es kann dort ein wenig laut zugehen, hat aber sehr viel Charme.
      CHELSEA HOTEL, in der 23 West Street, ist ein Stück Kultur. Wir waren hier bereits einige Male zu Gast. Das Hotel war zeitweise ein Appartementhotel, in dem viele bekannte Persönlichkeiten, wie Salvador Dali, Patty Smith und Bob Dylan gelebt und verkehrt haben. Schauen Sie sich mal in der Hotel-Lobby um und sehen Sie sich die Bilder an, die die Künstler im Tausch gegen eine Übernachtung im Hotel dort gelassen haben.
      Vom Chelsea Hotel aus geht man in westlicher Richtung entlang der 23 Street und gelangt so zum MEATPACKING DISTRICT mit all seinen Kunstgalerien. Von dort aus kommt man auch zu The High Line, einer der grössten Touristenattraktionen New Yorks. The High Line ist eine alte Eisenbahnlinie, die zu einem langstreckten Park umgewandelt wird.
      FARMERS’S MARKET, am Union Square ist ein Ort, an dem Sie etwas vom neuen, grünen New York zu sehen bekommen. Hier können Sie Früchte , Gemüse oder ein Glas Honig kaufen oder Sie lassen sich zu einem Glas frisch gepresstem Fruchtsaft verführen. Alles ist lokal produziert und stammt aus der Gegend um New York.
      Das NEW MUSEUM OF CONTEMPORARY ART – ist ein Kunstmuseum in der Bowery Street und gehört zu meinen neuesten Entdeckungen. Hier finden Sie moderne Kunst verteilt auf mehrere Stockwerke mit einer richtig tollen Dachterrasse und einem phantastischen Blick über den Süden Manhattens. Natürlich gibt es auch ein nettes Café im Erdgeschoss.
      Von hier aus ist es nicht mehr weit zur BROOKLYN BRIDGE, einer Touristenattraktion, die leider ein wenig überlaufen ist. Neben der Hafenkante bis zur Südspitze Manhattens, verlaufen Rad- und Spazierwege. Sie können den ganze Strecke zum BATTERY PARK entlangflanieren und den Helikoptern und dem Bootsverkehr dort beobachten.
      Das NATIONAL MUSEUM OF THE AMERICAN INDIAN ist ein Ort, den ich auch ganz besonders interessant finde. Hier erfährt man alles über die Geschichte der Indianer. Zum Schluss noch ein Tip: Unternehmen Sie einen Ausflug mit der Fähre hinüber zu STATEN ISLAND. Das ist ausserdem eine günstige Möglichkeit, die Freiheitsstatue aus der Nähe zu sehen.
      Willkommen in meinem SoHo und unserem Konzeptladen in der Greene Street!





      Reise Stockholm

      Streifzüge durch Söder in Stockholm


      Mein erster Tip, wenn ich aus meinem Fenster in der Bastugatan blicke, sind die kleinen pittoresken Häuser, die hier überall verstreut liegen. In Söder haben im Laufe der Jahrhunderte viele berühmte schwedische Künstler, Schriftsteller und Komponisten gelebt und gewirkt, und auch heute noch sind viele schwedische Prominente, insbesondere aus der Kultur- und Musikszene, hier zu Hause.
      Von der Bastugatan aus am Kattgränd steht ein kleines Schild; dort kommen Sie auf den Monteliusvägen, einen Spazierweg, der am Mariaberg entlang verläuft und eine phantastische Aussicht über den Riddarfjärden und unzählige Kirchtürme bietet. Von links gesehen: Högalidskyrkan, Riddarholmskyrkan, Storkyrkan, Tyska kyrkan, Katarina kyrka und viele weitere Kirchen. Ausserdem ist das Stockholmer Rathaus zu erkennen.
      Am Ende des Monteliuswegs gehen Sie über den Blecktornsgränd wieder Richtung Stadt und kommen zum Mariatorget. Einst Treffpunkt für Ganoven und Banditen, ist der Mariatorget heute ein idyllischer Platz mit wunderschönen Blumenanlagen. An dem grossen Blumenstand kann ich nur selten vorbeigehen. Das Kafé Rival gehört zu meinen Stammcafés. Im Rival habe ich oft geschäftliche Verabredungen, denn hier findet man immer einen ruhigen Tisch, an dem man sich ungestört unterhalten kann.
      In der Hornsgatan liegen viele nette Läden, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten (von Slussen aus gesehen): Blås och knåda (Kunsthandwerk), Lin och Fin (Einrichtung), Adéle (Einrichtung im Vintagestil). Kurz hinter dem Mariatorget liegen Afro Art (ein farbenfroher Laden, der von ein paar Kunsthochschulabsolventinnen betrieben wird) und die Wohltätigkeitsorganisation Stadsmissionen, wo ich manchmal einen eigenen Gudrun-Ständer aufstelle.
      Nach der Torsten Knutssonsgatan kommen Sie zum Bysistorget, einem weiteren schönen Platz mit Restaurants, Cafés und einem Buchladen. Hier liegt auch Jordi, mein Lieblingsladen für Künstlerbedarf.
      Wer einen ausgedehnten Spaziergang unternehmen möchte, geht hinunter zum Söder Mälarstrand, wo viele Fracht- und Segelschiffe liegen, und von dort aus über die Pålsundsbrücke auf die kleine Insel Långholmen. In dem zur Jugendherberge umgebauten ehemaligen Gefängnis können Sie auf Långholmen preiswert und originell übernachten. Man sieht die Strafgefangenen förmlich vor sich, die einst hier ihre Verbrechen sühnten. So stadtnah, aber dennoch ganz abgeschieden...
      Wer lieber auf Södermalm bleibt, nimmt sich die quirligen Strassenzüge um Hornstull vor, wo in vergangenen Zeiten grosse Armut herrschte. Von hier aus setzen Sie den Spaziergang am Ufer fort, das eine schöne Mischung aus kleinen Restaurants und Cafés bietet.
      Weiter geht es an hübschen kleinen Schrebergärten vorbei, dann über die Eisenbahnbrücke nach Årstaviken. Wenn Sie hinunter auf die Årsta-Inseln blicken, können Sie mit ein wenig Glück sogar eine Nachtigall singen hören oder einen Reiher erspähen. Hinter der Brücke kommen Sie nach ungefähr 30 Minuten zu unserem tollen Lagershop Lager på Lager.
      So finden Sie ihn am leichtesten: Nach der Brücke gehen Sie geradeaus weiter auf einer kleineren Strasse mit einem roten, alten Haus und einem kleinen Wäldchen. Nach ein paar Hundert Metern biegen Sie links ab und kommen zu einer Kreuzung mit Ampeln. Quer über der Kreuzung sehen Sie ein grosses Schild mit dem Text „Gudruns Lager på Lager“. Hier finden Sie ältere und neuere Kollektionen zu sehr günstigen Preisen und ausserdem ein kleines Café. Wenn Sie einen Gruss von mir ausrichten, laden Ingrid und ihre Kolleginnen Sie zu einer Zimtschnecke und Kaffee ein. Viel Spass!
      Eine weitere beliebte Gegend liegt zwischen Folkungagatan und Nytorget; hier haben sich viele junge Designer niedergelassen. Schauen Sie sich einfach in aller Ruhe um und lassen Sie sich von den vielen schönen Dingen inspirieren.
      Der Nytorget mit seinen Cafés und kleinen Läden rundet meinen Streifzug durch Södermalm ab. Ich habe viele Jahre am Vitabergspark gewohnt und jedesmal, wenn ich hier vorbeikomme, wird mir bewusst, wie unglaublich wohl ich mich in Söder fühle.
      Ich wünsche Ihnen eine schöne Zeit in Söder, wo ich Ihnen nun eine persönliche Auswahl aller meiner Lieblingsplätze vorgestellt habe und wo ich seit vielen Jahren zuhause bin.





      Reise OsloOslo

      HIER SIND MEINE BESTEN OSLO-TIPPS:

      Grunerlökka - Dieses ehemalige Arbeiterviertel hat sich in den letzten Jahren zu einem szenigen, lebhaften Stadtteil mit unzähligen Restaurants, Cafés und Läden entwickelt. Hier gibt es u.a. witzige Design-T-Shirts, ¬ Bio- und Secondhand-Läden. Im Sommer sitzen alle Leute draussen und aus den offenen Fenstern des Parktheaters ertönt oft Musik.
      Shopping

      Der Vintageladen Gatsbys Brukt og Antikt (Markveien 61) ist die reinste Goldgrube, allerdings sollten Sie etwas Zeit und Geduld mitbringen.
      Chillout - In der Markveien 55 liegt eine Kombination aus Reisebüro und Ausrüstungsladen. Hier kann man die Atmosphäre geniessen und wunderbar von fernen Ländern träumen!

      Cafés und Restaurants

      Bei Godt bröd gibt es, wie es der Name schon sagt, gutes Brot aus ökologischen Zutaten. Kostenloses WiFi. Thorvald Meyers gate 49.
      Die weit und breit besten Kokoskugeln bekommt man bei Den lille kokosbolle-fabrikken. Thorvald Meyers gate 18.
      Grünerlökka grenzt an den Stadtteil VULKAN, der kürzlich umfassend renoviert wurde. Man fühlt sich an Berlin oder New York erinnert, vielleicht wegen der vielen fantasievollen Kunstwerke und Graffitis an den Häuserwänden...
      Hier, am Akersfluss, liegt auch der Oslo Matmarknad, wo man unter einem Dach hochwertige Lebensmittel und Delikatessen aller Art finden kann, oft aus regionalem Anbau.

      Was Sie in Oslo ausserdem sehen müssen:

      Vigelandspark. Ein weitläufiger Park mit eindrucksvollen Skulpturen des Bildhauers Gustav Vigeland. Die glatten, gemeisselten Steinfiguren in der Mitte des Parks möchte man am liebsten anfassen – was durchaus erlaubt ist, denn die Nähe zu den Kunstwerken, die Berührung und Bewunderung der Formen macht das Kunsterlebnis aus. http://www.vigeland.museum.no
      Opernhaus. Der neue Stolz der Osloer, nur einen Steinwurf vom Hauptbahnhof entfernt, hat ein begehbares Dach. Von hier aus bietet sich eine imposante Aussicht über den Oslofjord, und im Sommer finden sogar manchmal Konzerte auf dem Dach statt. Eine geführte Tour durch die Oper kann ich sehr empfehlen, ebenso natürlich den Besuch einer Opernaufführung. http://www.operaen.no

      Und nicht zuletzt
      WILLKOMMEN im Gudrun-Laden in Markveien 51
      Ihre
      und alle meine Mitarbeiterinnen in Oslo Ihre





      Reise HelsinkiHelsinki
      MEINE BESTEN HELSINKI-TIPPS:

      FAHREN SIE MIT DER STRASSENBAHN LINIE 6, AUCH DESIGN- UND TAFELRUNDE GENANNT
      Die Strassenbahn Linie 6, die zwischen Sandviken und Arabiastranden verkehrt, ist perfekt für alle, die Kulinarik, Kultur und Design schätzen.

      Hier müssen Sie unbedingt aussteigen:
      Kunstmuseum Sinebrychoff – dieses Museum ist auf alteuropäische Kunst spezialisiert und hat eine bedeutende Sammlung von Miniaturgemälden sowie wertvollem Porzellan und Silber.
      Design District – in ganzes Viertel voller Design und Shopping!
      Botanischer Garten der Universität Helsinki – 1829 gegründet, wird dieser Park auch Kajsaniemis Oase genannt. Er gehört zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Helsinkis.
      Markthalle Hagnäs – ein Paradies für kulinarisch Interessierte! Ausser Lebensmitteln finden Sie hier auch Spielzeug, Schmuck und viele andere Dinge. Die unzähligen gemütlichen Cafés laden ein zum Entspannen zwischendurch.

      WEITERE SEHENSWÜRDIGKEITEN:
      Kirche am Tempelplatz – in der Fredriksgatan im Herzen von Helsinki gelegen, ist diese Kirche von einer imposanten Bergwand umgeben. Mit ihrer aussergewöhnlichen Architektur ist die 1969 erbaute Kirche eine der Hauptattraktionen von Helsinki. Den Kirchensaal krönt eine mit Kupferbändern drapierte Kuppel, die mit Balken aus armiertem Beton in der Bergwand verankert ist. Die Innenwände bestehen aus naturbelassenen Felsen und einer Wand aus gehauenen Steinen.
      Sveaborg – vom östlichen Kai des Salutorget ist diese Festung in 20 Fährminuten zu erreichen. Sie liegt an der Hafeneinfahrt von Helsinki und entstand in der Mitte des 18. Jahrhunderts während der schwedischen Herrschaft. Sveaborg ist eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Finnlands und steht auf der UNESCO-Welterbeliste.
      Kapelle in Kampen – von den Architekten Kimmo Lintula, Niko Sirola und Mikko Summane entworfen, gilt dieses Bauwerk als Beispiel innovativer Holzarchitektur. Es erregte bereits vor seiner Errichtung viel Aufsehen. Die Kapelle liegt im Zentrum in der Simonsgatan 7. Von hier aus sind Sie in ein paar Minuten in Gudruns grünem Laden in der Skillnadsgatan 19. Wenn Sie einen Gruss von Gudrun ausrichten, liegt ein kleines Geschenk für Sie bereit.
      NACHT DER KUNST AM 22. AUGUST 2013 – hier kann man mit überraschenden Begegnungen zwischen Mensch und Kunst rechnen. In dieser Nacht regiert die Kunst auf den Strassen von Helsinki, und der Gudrun-Laden ist bis 21 Uhr geöffnet

      RESTAURANTTIPPS
      Restaurant Karl Johan, Yrjögatan 21 – ein kleines, klassisches Restaurant mit ausgezeichnetem Service, liebevoll zubereiteten Speisen und gemütlicher Atmosphäre. Nur ein paar Minuten zu Fuss vom Gudrun-Laden entfernt.
      Restaurant Spis, Kaserngatan 26 – hier sind die Rohwaren garantiert tagesfrisch. Der Schwerpunkt der Speisekarte liegt auf vegetarischen Gerichten, es gibt aber auch Fisch und Fleisch.
      Restaurant Gaijin, Bulevarden 6 – dieses Restaurant entführt Sie auf eine kulinarische Reise nach Asien. Perfekte Lage, nur 350 m vom Gudrun-Laden entfernt.

      UNTERKÜNFTE IN HELSINKI
      Helsinki hat eine enorme Auswahl an Hotels aller Kategorien. Was ist Ihnen am liebsten, mitten in der City oder etwas abseits? Hier ein paar Vorschläge:
      Das Hotel Seurahuone - mit seiner praktischen, zentralen Lage, das im Jahr 1833 erbaut wurde.
      Das Scandic Paasi - mit seiner von farbstarken örtlichen Persönlichkeiten und Ereignissen inspirierten Inneneinrichtung.
      Das Sokos Hotel Aleksanteri - mit seiner günstigen Lage mitten im Design District

      Helsinki ist voller Charme und unbedingt eine Reise wert!
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